Social Recruiting Studie: Trends 2017

Active Sourcing & Social Recruiting: Studie zeigt die Trends 2017

Die Studie „Recruiting Trends 2017“ macht eines deutlich: In Sachen Recruiting gewinnen Social Recruiting und Active Sourcing immer weiter an Bedeutung!

Unternehmen, aber auch Kandidaten schätzen die digitalen Personalmarketing Instrumente als wichtig ein und erwarten, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt.

Durchgeführt wurde die Studie vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

 

Wer nahm an der Umfrage teil?

An der Umfrage nahmen 126 der 1.000 größten deutschen Unternehmen, 88 der 1.000 größten mittelständischen Unternehmen und 37 der 300 größten Unternehmen der deutschen IT-Branche teil.

Da die IT-Branche im Bereich Personalbeschaffung besonders innovativ arbeitet, können Ergebnisse aus dieser Branche als Indikator für zukünftige Entwicklungen in der ganzen Unternehmenswelt gesehen werden.

Außerdem wurden 3.400 Kandidaten zu ihrer Einschätzung bzw. ihren Präferenzen befragt.

 

Ergebnis: Social Recruiting

Es steht außer Frage: Der Einsatz von Social Media ist wichtiger Bestandteil im Personalmarketing.

Unternehmen nutzen diese Kanäle, um Employer Branding zu betreiben, neue Mitarbeiter zu finden und Leistungsträger gezielt anzusprechen.

Mehr Informationen zu diesen Themen finden Sie auch in dem Artikel „Social Media Recruiting: So geht Personalmarketing im 21. Jahrhundert!“ sowie demnächst in zwei weiteren Artikeln zu den Themen Employer Branding und Gewinnung von Leistungsträgern.

Nicht mehr wegzudenken

Sieben von zehn der Top-1.000 größten Unternehmen und der Unternehmen aus der IT-Branche bewerten den Einsatz von Social Media zur Personalsuche positiv. Immerhin 36,6 Prozent der mittelständischen Unternehmen sehen das genauso.

Von den Kandidaten finden zwei Drittel es ebenfalls gut, wenn Unternehmen Social Media als Personalmarketing-Instrument einsetzen.

Spricht die Generation Y an

Social Recruiting spricht sogar bzw. gerade die hart umkämpfte Generation Y (Jahrgänge 1981-1998) an! Volle 72,9 Prozent der Kandidaten aus dieser Altersgruppe befürworten die Social Media Rekrutierung.

Diese Zahl passt zu der Annahme von zwei Dritteln der Top-1.000 Unternehmen, dass sie in den sozialen Netzwerken präsent sein müssen, um die Generation Y zu erreichen.

Im Umkehrschluss denkt über die Hälfte dieser Kandidaten, sie müssten in den sozialen Netzwerken nach Stellenanzeigen suchen und dass die Unternehmen sogar von ihnen erwarten, dass sie sich auf Social Media Kanälen über Karrieremöglichkeiten informieren.

Gar nicht so einfach?

Bei aller Euphorie glaubt die Mehrheit aller Unternehmen, dass ihre Recruiter den Einsatz von Social Media in der Personalbeschaffung erst lernen müssen und dass die Veränderungen, die durch den Einsatz von Social Media notwendig geworden sind, nicht so einfach umzusetzen sind.

Lediglich die Unternehmen aus der IT-Branche erwarten, die notwendigen Veränderungen einfach umsetzen zu können.

Wenn Sie auch der Ansicht sind, dass e-Recruiting nicht selbsterklärend ist und einer gut durchdachten Social Media Strategie folgen sollte, dann wird Sie der Artikel „Social Media Recruiting: So geht Personalmarketing im 21. Jahrhundert!“ sicher interessieren.

Dort erfahren Sie, wie Sie sich mit Social Recruiting die Personalsuche im Internet erleichtern.

 

Ergebnis: Active Sourcing

Die Königsdisziplin des Social Media Recruiting ist die direkte Ansprache von Kandidaten: das Active Sourcing.

Active Sourcing bedeutet, dass Unternehmen aktiv auf Kandidaten zugehen, anstatt auf eingehende Bewerbungen zu warten. Das Phänomen ist noch relativ neu, aber – wie die Studie zeigt – durchaus vielversprechend.

Die Mehrheit der Kandidaten freut sich über eine direkte Ansprache. Und warum auch nicht?

Kandidaten lassen sich gerne finden

Die „Recruiting Trends 2017“-Studie zeigt, dass über die Hälfte der Kandidaten lieber von Unternehmen angesprochen wird, als sich bei diesen selbst zu bewerben. Im Vergleich zum Jahr 2009 ist das ein Zuwachs von 11,5 Prozent.

Am liebsten werden Kandidaten über eine E-Mail angesprochen (drei Viertel der Befragten). 18,1 Prozent bevorzugen einen Telefonanruf und 6,5 Prozent freuen sich am meisten über eine Direktnachricht über eine Online-Plattform.

Wenn Sie sich noch fragen, wie Sie überhaupt potenzielle Kandidaten ausfindig machen sollen, um diese anzusprechen, finden Sie hierzu schon bald einen eigenen Artikel mit vielen hilfreiche Tipps.

Mittelständische Unternehmen sourcen am aktivsten

Die Top-1.000 größten Unternehmen und die IT-Unternehmen sprechen ca. bei einem Viertel ihrer zu besetzenden Stellen Kandidaten direkt an.

Mittelständische Unternehmen haben in diesem Bereich die meiste Courage: Bei 36,5 Prozent der offenen Stellen gehen sie parallel zu einer Stellenausschreibung aktiv auf Kandidaten zu. Bei 8,5 Prozent der Vakanzen verzichten sie sogar komplett auf eine Ausschreibung und finden nur durch aktive Ansprache die passenden Kandidaten.

Diese Zahlen zeigen: Active Sourcing lohnt sich, mindestens für alle mittelständischen Unternehmen!

 

Werden Sie active!

Die Studie beweist: Social Recruiting und Active Sourcing sind keine Eintagsfliegen; die modernen Personalmarketing Instrumente werden stetig wichtiger, darin sind sich beide Seiten – Unternehmen und Kandidaten – einig.

Lassen Sie sich von dieser Entwicklung mitreißen und schöpfen Sie das Social Media-Potenzial bei der Suche nach Personal voll aus. Anschauliche Erklärungen zu diesen Methoden finden Sie bei uns jetzt oder demnächst zu folgenden Themen:

Sie sind nicht überzeugt oder haben schlechte Erfahrungen mit Social Media Recruiting gemacht? Wir freuen uns über Ihre Kommentare zum Thema!